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„Vorpommerns intakte Natur“?

Autor: Philipp Letzte Änderung: 26.07.2010
Tags zum Thema:energie, umwelt

Jusos wenden sich gegen Atommülllagerung in Lubmin

„Vorpommerns intakte Natur“ ziehe Tiere und Touristen in ihren Bann, wirbt das Seebad Lubmin auf seiner Internetseite. Angesichts der geplanten Castor-Transporte nach Lubmin entbehrt diese Formulierung aus Sicht der Jusos Greifswald-Ostvorpommern nicht einer gewissen Ironie.

„Daher bekräftigen wir unsere Unterstützung eines bunten und vielfältigen Protestes gegen die geplante Zwischenlagerung von radioaktivem Müll, die für die Anwohner und Touristen im Zweifel keine ist“, so der Juso-Kreisvorsitzende Stephan Schumann. Bis zu vierzig Jahre dürfen die Castor-Behälter in Lubmin lagern – das ist ein halbes Menschenleben. „Genauso, wie wir den von der schwarz-gelben Bundesregierung forcierten Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg grundweg ablehnen, wenden wir uns auch gegen die Zwischenlagerung – gerade in einer Region, die in derart starkem Maße vom Tourismus abhängig ist. Wer das nicht anerkennt, spielt mit der Zukunft des Landes und den Arbeitsplätzen der Menschen“, sagte Schumann weiter.

Die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende aus Greifswald und gebürtige Zempinerin Silvia Klages fügte hinzu: „Uns ist klar, dass der Müll irgendwo hin muss. Das Problem fängt also schon viel früher an – und darauf müssen wir aufmerksam machen. Dass es zu einer solchen Situation in unmittelbarer Nähe zu den vorpommerschen Inseln Rügen, Usedom und Fischland-Darß-Zingst überhaupt kommen kann, darf nicht sein. Wenn wir das Gesundheitsland Nummer 1 sein wollen, müssen wir auch auf allen Ebenen dementsprechend handeln. Atomkraft? Nein, danke!“

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