Am 23. Juni 2010 fand die Vollversammlung der Studierendenschaft für das Sommersemester 2010 statt. Leider war diese mit ca. 160 Studierenden nur mäßig besucht. Ob dafür die sehr spät angelaufende Werbung, das gute Wetter oder das Spiel Deutschland gegen Ghana bei der WM in Südafrika verantwortlich ist, sei dahingestellt. Trotz der mangelnden Beschlussfähigkeit sind einige Meinungsbilder gefasst worden, welche wir euch hier kurz vorstellen wollen:

Die Studierendenschaft hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen die Lehramtsausbildung in Greifswald zu erhalten. Der Diplom-Studiengang “Betriebswirtschaftslehre” soll erhalten bleiben – als (letzte) Bastion gegen die Bologna-Reform. Auch die Novellierung des LHG (Landeshochschulgesetz) war ein Thema. Hier fordert die Studierendenschaft, dass der Freiversuch erhalten bleibt und das Einberufen einer Vollversammlung je Semester als Pflicht in den Gesetzestext aufgenommen wird. Des Weiteren wurden von der Studierendenschaft eine Verbesserung der Radwege in Greifswald, eine studentenfreundlichere Wohnraumgestaltung und eine Qualitätssteigerung der Mensa gefordert.
Für reichlich Diskussion sorge ein Antrag zur Herabsetzung des Semesterbeitrages auf 7,00 EUR. Dieser wurde nach längerer Diskussion abgelehnt, da dadurch die Handlungsfähigkeit der Studierendenschaft unnötig eingeschränkt würde. Ein konkurrierender Antrag wurde allerdings beschlossen, welcher alle Studierende auffordern, für Projekte Gelder der Studierendenschaft zu beantragen.
Abgelehnt wurde auch ein Antrag, nach welchen die Uni die Innenstadt (Altstadt) komplett mit WLAN bestrahlen solle. Dieser Antrag wurde, zu Recht, für verfehlt gehalten, da dies nicht die Aufgabe der Universität ist.
Gratulieren möchten wir Prof. Harry Walter (Slawistik), welcher den von der Studierendenschaft vergebenen Preis für hervorragende Lehre erhalten hat.
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