Auf dem außerordentlichen SPD-Landesparteitag am Samstag in Rostock konnten die Jusos Greifswald-Ostvorpommern eine voreilige Einstampfung der Lehramtsausbildung an der Universität Greifswald abwenden. Der Parteitag forderte Landtagsfraktion und Landesregierung auf Antrag der Jusos einstimmig dazu auf, eine Entscheidung über die zukünftigen Lehrerbildungsstandorte in Mecklenburg-Vorpommern nur unter Berücksichtigung aller möglichen Konsequenzen und auf der Basis der Ergebnisse der Prüfung durch Landesregierung und Landtag zu treffen. Damit wurde die Fraktion ausdrücklich in ihrer Position bestärkt. Die Lehramtsausbildung in Greifswald darf nicht, wie von der CDU und ihrem Minister zunächst vorgesehen, einfach abgewickelt werden. Damit würde der Fortbestand der Philosophischen Fakultät kopflos aufs Spiel gesetzt.
„Die SPD wird dafür Sorge tragen, eine Entscheidung nur auf Basis einer eingehenden objektiven Analyse zu treffen“, so Mathias Brodkorb, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Dazu müssen Herr Tesch und sein Ministerium jetzt endlich die Ergebnisse ihrer seit mehr als zwei Jahren überfälligen Prüfung auf den Tisch legen“, fügte der Vorsitzende der Jusos Greifswald-Ostvorpommern, Stephan Schumann, an. „Schnellschüsse sind mit uns nicht möglich. Minister Tesch muss endlich mit offenen Karten spielen. Nach diesem deutlichen Votum der SPD ist klar: Die festgefahrenen Mehrheiten gegen den Standort Greifswald, über die Henry Tesch bei seinem Besuch in der vergangenen Woche hier vor Ort schwadronierte, existieren nicht – zumindest nicht auf Seiten der Sozialdemokratie“, so Schumann weiter.
In die offene Debatte, die in der SPD auf der Basis der Ergebnisse geführt werden soll, werden sich die Jusos Greifswald-Ostvorpommern im Sinne der Region und der Studierenden an unserer Uni einbringen. „Wir setzen uns also weiterhin für den Erhalt zweier Volluniversitäten in Mecklenburg-Vorpommern ein“, sagte Schumann abschließend.
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